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Ratgeber

Bekleidung für kühle Tage

Matthias Borchers am 25.10.2012

Radtraining in Herbst und Winter verlangt nach Kleidung, die wärmt, schützt und trotzdem atmungsaktiv ist. TOUR zeigt Teile für den Oberkörper, die jedes für sich oder geschickt kombiniert Schutz gegen Kälte und Nässe bieten.

Meteorologen haben’s leicht. Für sie ist der Gefrierpunkt bei null Grad Celsius eindeutig beschrieben, wenn Wasser zu Eis friert. Radler hingegen frieren bei ganz verschiedenen Temperaturen, je nach persönlichem Kälteempfinden. Während die ganz Harten um null Grad noch in Armlingen plus Windjacke schwitzend ihre Trainingsrunde drehen, fröstelt es den anderen trotz warmer Unterwäsche, Langarmtrikot und dicker Winterjacke. Das macht die Kleiderfrage spannend. Vor der Auswahl der passenden Herbst- und Wintergarderobe gilt es ein paar Fragen zu klären, damit der Schrank nicht unnötig mit Radklamotten vollgestopft wird. Trainiere ich wirklich noch in schneebedeckter Landschaft? Und stehen dann tatsächlich intensive Intervalle auf dem Programm, oder geht’s eher darum, sich ein wenig zu bewegen? Danach richtet sich, wie atmungsaktiv oder dicht die neue Winterjacke sein sollte. Frauen beispielsweise tragen winters auf dem Rad gerne etwas mehr Stoff als Männer, gut genährte Radler mit mehr Körperfett verzichten eventuell auf eine Schicht.

Sicher ist, dass bei der Auswahl kein Mangel herrscht. Beinahe jeder Bekleidungshersteller bietet von Armlingen über Unterwäsche, Langarmtrikots bis zu wind- und wasserdichten Jacken alles, was Radler vorm Auskühlen schützen soll. Es dominieren dampfdurchlässige Funktionsstoffe zusammen mit windundurchlässigen und wasserabweisenden bis wasserdichten Membranen. Naturfasern wie Merinowolle finden immer mehr Verbreitung bei Armlingen oder Unterwäsche, der sogenannten Basisschicht, oder – wie es die Hersteller gerne nennen – dem Baselayer.

Schicht für Schicht

Unsere Kaufberatung soll als Wegweiser dienen, wie Sie sich Schicht für Schicht richtig einkleiden können. Manche Teile schützen schon alleine, können aber je nach Wetterlage und Einsatzzweck gut kombiniert werden. Bei der Auswahl haben wir darauf geachtet, dass Schnitt und Passform die gebeugte Haltung auf dem Rennrad möglichst gut vorwegnehmen: Trikots oder Jacken sind vorne kurz und hinten lang geschnitten, die Kleidung liegt möglichst eng an, damit sie wenig Falten wirft und nicht unnötig flattert. Ausstattungsdetails wie gefütterte Kragen oder per Reißverschluss regulierbare Belüftungsöffnungen erhöhen die Funktionalität. Ebenfalls Wert gelegt haben wir auf nicht zu dunkle Farben und auf ausreichend Reflexmaterial, das die Sichtbarkeit im Straßenverkehr während der dunklen Jahreszeit verbessert.

Alle Infos zu den einzelnen Bekleidungs-Tipps finden Sie unten im gratis PDF-Download.

Matthias Borchers am 25.10.2012