13 Millionen Euro für den Radwegebau
ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg sagt: "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Eingabe Erfolg hatten und zusätzliche Gelder bereit gestellt wurden." Im Bundeshaushalt waren die Mittel für Radwegebau zuvor von 80 auf 60 Millionen gekürzt worden. Syberg: "Die zusätzlich bewilligten 13 Millionen, die unseres Wissens übrigens auf zwei Jahre verteilt werden, gleichen diese Kürzung aber bei weitem nicht aus."
Rechnerisch sind es also nur 6,5 Millionen Euro im Jahr, rund ein Drittel der vormaligen Kürzung. Syberg: "Das ist nicht mehr als ein Trostpflaster. Die Milliarde für die anderen Verkehrsträger ist zusätzlich bewilligt worden. Beim Radverkehr hingegen wurde eine Kürzung lediglich teilweise ausgeglichen."
An welchen Bundesstraßen Radwege gebaut oder verbessert werden, überlässt das Bundesverkehrsministerium den Ländern. Sie profitieren je nach Größe in unterschiedlichem Maß, die Stadtstaaten gehen mangels außerörtlicher Bundesstraßen ganz leer aus.
Der ADFC fordert schon länger, dass der Haushalt für Radverkehrsförderung dem Radverkehrsanteil angepasst wird. Zurzeit werden in Deutschland rund zehn Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Ulrich Syberg: "Angemessen wäre daher, wenn von den bereitgestellten zusätzlichen Geldern 100 Millionen Euro dem Radverkehr zugutekämen."
Auch der Verbund Service und Fahrrad (VSF) kritisiert die Relation zu den Gesamtinvestitionen: "Angesichts eines Radverkehrsanteils in Deutschland von zehn Prozent kann die jetzt erfolgte Nachbesserung keineswegs als bedarfsgerecht bezeichnet werden", kritisierte Albert Herresthal, Vorsitzender des VSF.






