Rennräder von 1400 bis 2200 Euro Rennräder von 1400 bis 2200 Euro
Rennräder

Rennräder von 1400 bis 2200 Euro

Matthias Borchers, Manuel Jekel am 25.05.2004

Der größte TOUR-Test aller Zeiten: 28 Rennräder von 1.400 bis 2.200 Euro absolvierten einen Test-Marathon, an dessen Ende die Erkenntnis steht: Wer Fahrspaß auf Spitzen-Niveau will, muss nicht unbedingt hohe Preise zahlen. (TOUR 3/2004)

Wer die Entwicklung auf dem Rennradmarkt in jüngster Zeit verfolgt hat, mag sich manchmal fragen: Gibt es eigentlich noch „normale“ Rennräder? Die nicht 4.000 Euro oder mehr kosten und trotzdem richtige Rennmaschinen sind? Gut für viele Kilometer, angemessen leicht und womöglich noch hübsch anzuschauen? Wem derartige Zweifel schon gekommen sind, der darf sich entspannt zurücklehnen. Die Antwort lautet: Ja, es gibt solche Räder, und sie sind auch nicht schwer zu finden.

Im Gegenteil: Dem aktuellen Carbon-Hype und seiner inflationären Preisentwicklung zum Trotz, werden die meisten Rennräder immer noch zu Preisen zwischen 1.400 und 2.200 Euro verkauft. Entsprechend groß und vielfältig ist deshalb das Angebot. Um dem Rechnung zu tragen, haben wir diesmal 28 Räder, so viele wie noch nie in einem Test, auf Stärken und Schwächen durchleuchtet – erst im Labor, dann auf den Straßen Gran Canarias.

Erfreuliches Ergebnis dieses logistischen Großprojektes: Selten hinterließ ein Testfeld einen so positiven Gesamteindruck, nie zuvor waren die besten Rennräder in dieser Preisklasse so gut. Immer wieder staunten wir über Messwerte und Ausstattungsmerkmale, die wir sonst von doppelt so teuren Rädern kennen. Dass es beispielsweise für 1.700 Euro ein Rennrad mit fahrstabilem Rahmenset um 1.700-Gramm gibt (Red Bull), ist fast schon eine Sensation. Dass gleich sieben Hersteller ihre Rahmen mit extrem robuster und praktisch gewichtsneutraler Eloxierung schützen (Canyon, Cube, Müsing, Principia, Quantec, Red Bull, Storck), war in dieser Preisklasse aus Kostengründen bislang undenkbar.

Die Räder in diesem Test:
Bergamont Dolce Team, Bianchi SL 3 Carbon, BMC Streetfire SSX Team, Cannondale R 600 Team, Canyon PRS Passione Elite, Cicli B Prime Plus, Corratec RT Hydro, Cube Race Agree, Felt F 50, Gazelle Giro, Ghost Race 6000, Koga Miyata Gentsracer, KTM Strada 3000, Merida Road 905, Müsing Onroad Lite, Poison Opiat Ultegra, Principia Evolution, Quantec Superlight, Radon Boa Litening Walter Röhrl, Red Bull Pro SL 4000, Scott AFD Pro, Simplon Exos, Stevens Criterium Team, Storck Scenario Team, Trek 1500 T, Trenga De TDR-6 Pro, Univega Via Strato Pro, 2-Danger Giro Pro

Matthias Borchers, Manuel Jekel am 25.05.2004