Team BMC bei der Tour de France Team BMC bei der Tour de France
Tour de France

Tour de France 2014: Inside BMC Racing Team, Teil 4

TOUR Online am 28.07.2014

Exklusiv für TOUR berichtet Ernährungsexpertin Judith Haudum von ihrer Arbeit aus dem Team BMC

Das Besondere am Zeitfahren
Zeitfahren sind spezielle Momente bei der Tour. Anders als bei den übrigen Etappen startet jeder Fahrer einzeln von der Startrampe und absolviert die 54 Kilometer. Das Rennen gegen die Uhr bedeutet für Fahrer und Betreuer einen völlig anderen Tagesablauf im Vergleich zu normalen Etappen, die Planung ist aufwendig. Beispieslweise muss jeder Fahrer von einem Auto begleitet werden, aber da wir keine acht Autos haben, muss besprochen werden, welcher Helfer wann mit welchem Auto welchen Fahrer begleitet, und wie die Betreuung der jeweiligen  Fahrer aus dem Auto aussieht. Manche wollen unterwegs nur ihre Zwischenzeiten wissen, andere wollen permanent richtig angefeuert werden. Wichtig ist, dass das vorher abgeklärt wird, sonst kann das für den Fahrer schon nervig und störend werden.

Die Vorbereitung
Bei einem Zeitfahren bereitet sich jeder Fahrer individuell vor. Das Frühstück findet noch mehr oder weniger gemeinsam statt, aber dann hat jeder seinen Plan, der abhängig von der jeweiligen Startzeit ist. Tejay startet als Letzter des Teams um 16.12 Uhr, Marcus Burghardt um 11.17 Uhr als Erster. Die beiden können sich unmöglich gemeinsam vorbereiten. Für Marcus bedeutet das, dass nach dem Frühstück nicht mehr so viel Zeit bleibt bis zum Start – also anziehen, aufwärmen und los. Tejay hat noch so viel Zeit, dass er drei Stunden vorm Start noch einen Teller Nudeln zum Mittagessen bekommen kann.

Essen und Trinken während des Rennens
Im Zeitfahren ist jede Bewegung, die zusätzlich zum Treten stattfindet, eine Störung des flüssigen Bewegungsablaufs. Wäre der Kurs nur ein Prolog von ein bis zwei Kilometern, ist es nicht notwendig zu trinken, aber bei dem 54 Kilometer langen Rennen kommen die Fahrer nicht darum herum, sich unterwegs mit Energie zu versorgen. Auch wenn die Tempo-Einteilung vor allem beim Zeitfahren eine besondere und wichtige Rolle spielt – was auch bedeutet, seine Energie gut einzuteilen – muss der Körper mit Energie versorgt werden. Weil die Fahrer jedoch sehr eng anliegende Einteiler tragen, die keine Taschen haben, ist es beim Zeitfahren gar nicht so einfach, etwa mitzunehmen. Riegel verwendet ohnehin niemand, weil das Auspacken und Essen zu kompliziert ist. Beim Zeitfahren muss es schnell und einfach gehen, da sind die Powerbar-Gels die beste Lösung. Einige Fahrer stecken sich zwei Gels unter den Hosenrand am Oberschenkel und haben eine Flasche am Rad – an heißen Tagen wie  bei diesem Zeitfahren extrem wichtig und notwendig. 

Judith Haudum

Judith Haudum ist 32 Jahre alt und stammt aus dem österreichischen Salzburg. Die studierte Sportwissenschaftlerin, Dozentin und Expertin für Sporternährung arbeitet beim Team BMC, das vom Sponsor Powerbar mit hochwertiger Sporternährung unterstützt wird.

TOUR Online am 28.07.2014