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Weltmeister Peter Sagan zur Scheibenbremsdiskussion

"UCI muss entscheiden: alle oder keiner"

Andreas Kublik am 26.09.2017

Der dreimalige Weltmeister im Straßenradsport, Peter Sagan, hat auf eine klare Entscheidung des Radsport-Weltverbands UCI bei den Scheibenbremsen gedrängt – für oder gegen das neue Bremssystem. Er selbst wollte sich aber nicht für oder gegen die Discs positionieren.

Peter Sagan fordert vom Radsport-Weltverband erneut eine eindeutige Entscheidung für oder gegen Scheibenbremsen im Straßenradsport. "Die UCI muss sagen, ob wir diese Bremse in Straßenrennen benützen müssen oder nicht", sagte der dreimalige Straßenweltmeister bei einem PR-Termin in Osttirol. Der Internet-Radsportnachrichtendienst Cyclingnews.com hatte aktuell verbreitet, die UCI plane, die Testphase im Profiradsport auch in der kommenden Saison weiterlaufen zu lassen. Das heißt, es können in Profi-Straßenrennen von den Teilnehmern unterschiedliche Bremssysteme eingesetzt werden. In dieser Saison hatte beispielsweise Marcel Kittel als einer von ganz wenigen Teilnehmern der Tour de France auf den Flachetappen ein Rad mit Scheibenbremse eingesetzt.

 "Es ist unmöglich mit 200 Rennfahrern im Feld zu fahren – und einige fahren mit normalen Bremsen, andere mit Scheibenbremsen. Es geht um ganz unterschiedliche Bremskraft, ganz unterschiedliche Bremswege: alle oder keiner", forderte Sagan. Er selbst habe sich aber noch keine klare Meinung gebildet, ob er Scheibenbremsen am Rennrad im Renneinsatz fahren wolle. "Am Mountainbike sind sie gut, denke ich, dort fährt jeder die Rennen mit Scheibenbremsen", sagte der frühere Junioren-Weltmeister auf dem Mountainbike und ergänzte: "Am Rennrad habe ich noch keine Meinung - ich fahre im Training mit einem Rad mit Scheibenbremsen." Auf die Frage, ob er für die Einführung der Discs sei oder dagegen, antwortete Sagan ausweichend: "Es ist nicht mein Problem. Ich bin kein Politiker." 

Dass sich in den vergangenen Monaten wenig bewegt hat, zeigt sich beim Blick ins Archiv: Bereits vor einem halben Jahr hatte Sagan in Interviews eine klare Entscheidung beim Thema Scheibenbremsen angemahnt.

Andreas Kublik am 26.09.2017
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