Doping Bodybuilding Doping Kontrolle

Schaden durch Mega-Doping

Frankreichs einziges Dopinglabor geschlossen

Kristian Bauer am 27.09.2017

Die WADA hat Frankreichs einziges Dopinglabor geschlossen, nachdem die Untersuchungsgeräte durch Dopingproben kontaminiert wurden.

Das Labor Chatenay-Malabry bei Paris, Frankreichs einziges offizielles Labor zur Untersuchung von Dopingproben, wurde temporär geschlossen. Der Grund: Die Untersuchungsgeräte sind kontaminiert nachdem Urin-Proben mit extrem hoher Steroid-Konzentration getestet wurden.

Die Proben kamen aus dem Bodybuilding-Bereich und wiesen eine Steroid-Konzentration auf, die den erlaubten Grenzwert um das 200-fache überschritten. Das hat einen Untersuchungsroboter so kontaminiert, dass er sich nicht mehr automatisch reinigen konnte. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat daraufhin das französische Labor geschlossen. Noch ist nicht bekannt, wann wieder mit einer Öffnung zu rechnen ist. Dopingkontrollen können in Frankreich weiterhin stattfinden - die Proben der französischen Anit-Dopingagentur werden in Nachbarländern untersucht.

Das Labor Chatenay-Malabry hat im Kampf gegen Doping im Radsport in der Vergangenheit mehrmals für Schlagzeilen gesorgt. So wurde in dem Labor 1999 ein Urin-Test auf Epo entwickelt. In der Folge wurde 2005 bekannt, dass sechs Urin-Proben von Lance Armstrong aus der Tour 1999 positiv auf Epo getestet wurden.

Kristian Bauer am 27.09.2017
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