Mehr Geld für die Radprofis Mehr Geld für die Radprofis

Höherer Mindestlohn für Radprofis

Neue Mindestlohn-Regelung im Profiradsport

Konstantin Rohé am 26.09.2017

Erstmals seit fünf Jahren wird der Mindestlohn für Profiradfahrer angehoben. WorldTour-Fahrer mit Minimalgehalt sollen 2.115 Euro Jahresgehalt mehr als bisher verdienen.

Der Radsportweltverband UCI, die Fahrervereinigung CPA und die Vereinigung der Profiteams AIGCP einigten sich auf eine Erhöhung des Mindestlohns für die Fahrer von WorldTour- und der ProContinental-Teams. Demnach sollen Radprofis mit Mindestlohn in der WorldTour ab der kommenden Saison 2.115 Euro (im Jahr) mehr erhalten, ProContinental-Profis 605 Euro mehr. Damit steigt das Jahresmindestgehalt auf 38.115 bzw. 30.855 Euro an.

Fahrer, die erstmals für ein Profiteam fahren und nicht älter als 25 Jahre sind, fallen nicht unter diese Bestimmungen. Für die Neoprofis gilt auch weiterhin ein Fixgehalt von mindestens 29.370 Euro (WorldTour) bzw. 25.300 Euro (ProContinental). Auch in den beiden Folgejahren soll das Mindesteinkommen ansteigen - um jährlich zwei Prozent.

Für Frauenteams gibt es nach wie vor keine Gehaltsuntergrenze - obwohl der ehemalige UCI-Präsident Brian Cookson dies bei seiner Wahl 2013 angekündigt hatte. Cookson verlor die im Rahmen der Straßenrad-WM 2017 in Bergen durchgeführte Präsidentenwahl überraschend gegen seinen französischen Herausforderer David Lappartient. 

Konstantin Rohé am 26.09.2017
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