Scheibenbremse Scheibenbremse

CPA protestiert gegen UCI

Fahrergewerkschaft fordert Stopp der Scheibenbremsen-Tests

Kristian Bauer am 14.02.2017

Seit Jahresbeginn sind die Scheibenbremsen bei UCI-Rennen wieder erlaubt. Die Fahrergewerkschaft CPA fordert jetzt einen Stopp der Tests in der derzeitigen Form.

Man konnte meinen, dass endlich Ruhe in das Thema Scheibenbremsen bei UCI-Rennen eingekehrt ist. Doch jetzt ist der Streit hinter den Kulissen erneut entflammt. Seit Jahresbeginn ist der Test von Scheibenbremsen bei UCI-Rennen wieder erlaubt. Tom Boonen war bei der Vuelta a San Juan im Januar der erste Profisieg mit Scheibenbremsen gelungen. Doch die Fahrergewerkschaft CPA hat am vergangenen Wochenende in einem Brief an den Weltradsportverband UCI den Stopp der Tests unter den derzeitigen Bestimmungen gefordert.

Sie will im Namen der Radprofis strengere Regeln: "Abgerundete Bremsscheiben, einen Schutzrahmen um die Scheiben und nur ein einheitliches Bremssystem für alle Fahrer." Das erklärte CPA-Pressesprecherin Laura Mora gegenüber TOUR. "Wir sind nicht gegen technologischen Fortschritt, aber wir wollen, dass die UCI die Sicherheit der Fahrer an die erste Stelle setzt."

Erst 2016 hatte die UCI nach einem Unfall bei Paris-Roubaix und den folgenden Protesten den Test der Scheibenbremsen ausgesetzt. 2017 wurde der Test wieder erlaubt. Die endgültige Einführung der Scheibenbremse im Rennsport wurde aber von der UCI noch nicht angekündigt.

Kristian Bauer am 14.02.2017
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