André Greipel vor dem Giro-Auftakt André Greipel vor dem Giro-Auftakt

Giro-Interview mit André Greipel

Greipel: "Der Giro wird sehr hart!"

Konstantin Rohé am 05.05.2017

André Greipel bestreit auch in diesem Jahr wieder das Double aus Giro und Tour. Nach einer einwöchigen Rennpause Ende April geht der Sprinter ohne große Ansprüche an den Start.TOUR hat den 34-jährigen Sprinter vor dem Giro-Start getroffen.

André Greipel über seine Form vor dem Giro...
"Der 1.Mai in Frankfurt war mein erstes Rennen seit der einwöchigen Pause. Ich hatte von der Abu Dhabi Tour über die Katalonienrundfahrt bs zu den Klassikern ein straffes Rennprogramm im Frühjahr. Nach Paris-Roubaix war ich extrem erschöpft und habe mir sieben Tage Rennpause gegönnt. Ich hätte mir da durchaus eine längere Aufbauphase gewünscht, aber das lässt die Zeit einfach nicht zu. Vor diesem Hintergrund wird vor allem der Einstieg in den Giro nicht so leicht werden."


André Greipel  über seine Ziele bei der 100. Italienrundfahrt...
"Das Ziel ist erstmal eine Etappe zu gewinnen. Damit wäre ich persönlich schon zufrieden. Direkt am ersten Tag zu gewinnen und ins Maglia Rosa zu schlüpfen- da würde ich nicht nein sagen. Letztes Jahr bin ich nicht gut in den Giro gestartet, das soll dieses Mal bessern werden. Aber allzu viele Chancen für Sprinter wird es in diesem Giro nicht geben."


André Greipel  über die harte letzte Giro-Woche...
"Wer aber die Etappen kennt, der weiß, das vor allem in der letzten Wochen für Sprinter nichts zu holen ist. Von daher kann es sein, dass ich den Giro nicht durchfahre. Aber eins ist Fakt: Wenn ich wie im letzten Jahr das Sprintertrikot trage, dann steige ich definitiv nicht aus."


André Greipel  über die Ambitionen seines Teams Lotto-Soudal...
"Ich gehe davon aus, dass ich als Kapitän ins Rennen gehe. Für Maxime Monfort ist vielleicht ein Platz unter den besten 20 im Gesamtklassement möglich, aber wir gehen eher auf Etappensiege. Das heißt aber nicht, dass alle nur für mich fahren. Adam Hansen, Lars Bak, Moreno Hofland – die können auch alle eine Etappe abschießen."


André Greipel  über die Doppelbelastung mit Giro und Tour...
"Es ist nie leicht den Spagat zwischen allen Rennen hinzubekommen. Aber für mich ist der Giro ein super Radrennen, das mir die Möglichkeit gibt, mich mit den Besten zu messen. Ich möchte mich auch weiterhin verbessern, und das geht nur bei hochklassigen Rennen. Mit Sicherheit ist der Giro kein leichtes Radrennen, aber er bringt mich enorm weiter."

Konstantin Rohé am 05.05.2017
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