Reifen

Rennradreifen

Robert Kühnen am 31.08.2008

Wer baut den besten Allroundreifen – schnell, gut haftend und pannensicher? Neun Allrounder müssen in Labor- und Praxis-Tests Farbe bekennen. Außerdem: Tipps zur Schlauchwahl und zum optimalen Luftdruck.

Los geht’s morgens um sieben bei Kälte und auf bestem Asphalt. Nach den ersten Gipfeln folgen grob geteerte, teils von der Sonne aufgeweichte Straßen. Auf der letzten Abfahrt schließlich spült ein Gewitterregen Sand und Steine auf die Fahrbahn. Ein ganz normaler Marathontag in den Bergen. Herausforderung für Mensch und Maschine. Gut, wenn man sich in solchen Momenten auf sein Material verlassen kann – vor allem die unscheinbaren Reifen spielen dabei eine zentrale Rolle. Welche Pneus sind für solche wechselnden und anspruchsvollen Bedingungen am besten geeignet? Einen Plattfuß will man auf gar keinen Fall riskieren, denn der kostet Zeit und kann im falschen Moment auch gefährlich werden: Der Reifen soll also pannensicher sein. Energie möchte man auch keine verschwenden, denn wenn man fünf, sechs Stunden lang an seine körperliche Leistungsgrenze geht, hat man nichts zu verschenken: Der Reifen soll also leicht rollen. Es geht aber auch oft rasend schnell durch ungezählte Kurven bergab: Da sind sicherer Seitenhalt und gutmütiges Kurvenverhalten erwünscht. Gefragt ist also ein Reifen mit Allrounder-Qualitäten: Er soll bei Nässe und Kälte genauso gut sein wie bei Hitze, und er soll die technischen Widersprüche zwischen leichtem Rollen (was mit hartem Gummi und wenig Pannenschutz zu erreichen ist), optimaler Haftung (mit weichem Gummi) und hohem Pannenschutz (rollt schwer) so gut wie möglich miteinander versöhnen.

KURZ & KNAPP

Mit den besten Allround-Reifen im Test rollen Sie in fast allen Lebenslagen besser, schneller und sicherer als mit billigen Trainingsreifen oder superteuren Wettkampfreifen ohne zuverlässigen Pannenschutz. Mit den Top-Allroundern fahren Sie im Vergleich zu Trainingsreifen bei Tempo 35 bis zu 1,5 km/h schneller und erzielen dennoch Laufleistungen von 4.000 und mehr Kilometern. Mit Leicht- oder Latexschläuchen holen Sie im Wettkampf dann das letzte Quäntchen Leistung aus den Gummis. Continentals “4000 S” führt weiter unangefochten das Feld der Top-Allround-Reifen an.

Diese Reifen finden Sie im PDF-Download:

Continental GP 4000 S

Continental Grand Prix

Hutchinson Intensive

Kenda Konstrictor

Maxxis Courchevel

Michelin Pro3 Race

Michelin Krylion Carbon

Specialized All Conditions S-Works

Vredestein Fortezza TriComp

Testen bis zum Umfallen: Der TOUR-Testfahrer prüft, wie gut die Reifen haften

Robert Kühnen am 31.08.2008