Pedale

Systempedale

Robert Kühnen am 20.04.2010

Es tut sich was im Angebot der Rennradpedale: Die Platzhirsche Look und Time bringen neue, besonders leichte Modelle, und Mavic mischt jetzt auch mit. Was können die Newcomer im Vergleich zu den etablierten Systemen? TOUR hat 17 Pedale zwischen 49 und 550 Euro getestet.

Ein Kick des Rennradfahrens resultiert aus der innigen Bindung an die leichte Rennmaschine. Sich mit mächtigen Tritten nach vorne zu katapultieren, macht Spaß. Das Pedal bildet dabei die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine: Es muss rohe Kräfte sicher übertragen, im Notfall aber auch zuverlässig auslösen. Das Ein- und Ausklicken soll einfach und intuitiv funktionieren, und so leicht wie möglich soll das Pedal natürlich auch sein. Schließlich und endlich möchte man mit den Rennradschuhen dann auch noch ein paar Meter gehen können, ohne dass das gleich nach Slapstick aussieht. Welches Pedal diese Anforderungen am besten vereint, soll dieser Test zeigen. Unser Testfeld umfasst 17 Pedale der sechs gängigsten Anbieter, die einen sehr weiten Preisbereich abdecken.

KURZ & KNAPP

Gute Pedale gibt es schon ab 65 Euro (Shimano 105), die Mittelklasse liegt bei 100 Euro. Vernünftige Top-Pedale kosten um die 200 Euro. Darüber wird die Preisgestaltung recht dynamisch, jedes Gramm weniger muss teuer bezahlt werden – beim leichtesten Pedal im Test, dem Speedplay “Zero Nanogram”, mit 550 Euro; allerdings empfiehlt der Hersteller dieses Modell ausdrücklich nur für den gelegentlichen Renneinsatz.

Die Ergebnisse dieser Systempedale finden Sie unten im PDF-Download:

Look Kéo Blade Carbon Ti 

Look Kéo2Max

Look Kéo Classic

Mavic Race SL Ti

Mavic Sprint

Ritchey WCS Echelon

Shimano Dura-Ace PD-7810

Shimano Ultegra PD-6700

Shimano 105 PD-5610

Shimano PD A600

Shimano PD-R450

Speedplay Zero Nanogram

Speedplay Zero Stainless

Speedplay X1 Titanium

Speedplay Light Action CrMo

Time Iclic Titan Carbon

Time Iclic Racer

Neu: Das Time „Iclic“-System ist offen vorgespannt und schnappt beim Einstieg zu wie eine Mausefalle.

Leicht: Die Carbon-Blattfeder des Look „Blade“ spart Gewicht, ist aber nicht einstellbar.

Präzise: Die Drehfreiheit des Speedplay-Pedals „Zero Nanogram“ ist exakt in beide Richtungen einstellbar.

Robert Kühnen am 20.04.2010