Systempedale Systempedale
Pedale

Systempedale

Manuel Jekel am 05.03.2004

Rennrad fahren ohne Klickpedale? Unvorstellbar. Doch es ist erst 20 Jahre her, seit die französische Firma Look das erste serienreife Systempedal präsentierte. TOUR blickt zurück – auch auf interessante Irrwege und Seitenzweige der Evolution. Außerdem: Zehn aktuelle Pedale im Test (TOUR 1/2004)

Bücken, tasten, zupacken, ziehen. Und dabei immer schön nach vorne schauen und nicht am Lenker wackeln. Finden Sie dieses Bewegungsmuster noch irgendwo im Schatzkästlein Ihrer goldenen Rennrad-Erinnerungen? Dann übersehen wir geflissentlich, dass wir seit dem letzten Bücken-Tasten-Zupacken-Ziehen rund zwanzig Jahre älter geworden sind und stellen lieber fest: Wir haben uns so an die vertrauten Klickpedale gewöhnt – das muss viel länger her sein, als die erfunden wurden.

Doch es liegt tatsächlich erst zwei Jahrzehnte zurück, dass Rennradfahrer sich mit Hakenpedalen und Riemen ans Rad fesselten. Jahrzehntelang hatten sie kleine Plättchen als Gegenhalt unter die Sohlen genagelt und dann mit Lederriemen den Schuh ans Pedal gezurrt. Dass die Verbindung auch dann hielt, wenn sie es nicht sollte – etwa bei Stürzen – das war eben so. Auch, dass stramm angezogene Riemen bei langen Fahrten das Blut abschnürten und Überschuhen im Weg waren. Doch dann kam der Klick – und kaum eine andere Erfindung im Radsport hat sich so schnell und konsequent durchgesetzt wie das Systempedal.

Die Pedale im Test:
Aerolite Lite Pedal, Campagnolo Record Pro-Fit Plus, Crank Brothers Triple Ti EggBeater, Look CX6, M2Racer ORB, Ritchey V3 Road Pedal, Shimano Dura-Ace SPD-SL, Speedplay Zero Stainless und X/1 Titanium, Time Impact Mag Ti

Manuel Jekel am 05.03.2004