Pedale von Time Pedale von Time
Pedale

Einzeltest: Pedale von Time

Matthias Borchers am 10.05.2013

Mit dem neuen Xpresso-Pedal will der französische Hersteller Time, einst Pionier für Systempedale, gegenüber den Konkurrenten Look, Shimano und Speedplay verlorenen Boden gut machen. Die Voraussetzungen sind gut, das neue Pedal zeigt sich technisch auf der Höhe der Zeit.

Eine Besonderheit ist, dass der Mechanismus im ausgeklickten Zustand geöffnet bleibt. Das soll den Einstieg besonders einfach machen. Tatsächlich funktioniert das Einklicken auf Anhieb intuitiv, wenn die Pedale halbwegs waagerecht ausgerichtet sind. Automatisch gewährleistet ist das nicht, da die Pedalkörper wegen ihres geringen Gewichts immer in der Position des letzten Ausstiegs verharren. Durch die große Kontaktfläche ist der Stand im Pedal sehr gut. Wie schon bei früheren Pedalsystemen von Time funktioniert der Ausstieg mehr über den Weg als über die Kraft. Die zu überwindende Spannung der Carbon-Blattfeder ist sehr gering. Fünf Grad seitliche Bewegungsfreiheit beugen Knieproblemen vor.

Die Platten bestehen komplett aus Kunststoff und verschleißen dem ersten Eindruck nach weniger schnell als bei den Vorgängersystemen. Ebenfalls der Verbesserung der Haltbarkeit dient eine dünne Edelstahlplatte auf der Standfläche. Mit 14,5 Millimetern Bauhöhe – dem Abstand zwischen Standfläche und Achsmitte – zählt Xpresso zu den flachsten Pedalsystemen. Eine geringe Bauhöhe gilt als biomechanisch günstig. Angeboten wird Xpresso in fünf Versionen zwischen 49,95 Euro und 269,95 Euro. Unser Testpedal Xpresso 8 Carbon rangiert an zweiter Stelle der Hierarchie und wiegt im Paar 201 Gramm. Dazu kommen 86 Gramm für die Platten.

PLUS geringe Bauhöhe, leicht, guter Stand, einfacher Ein- und Ausstieg, seitliche Bewegungsfreiheit
MINUS  Ersatz-Platten relativ teuer, Haltbarkeit noch nicht bekannt, teuer

Preis 149,95 Euro; Ersatz-Platten 19,90 Euro

Bezug/Info www.time-sport.com

Matthias Borchers am 10.05.2013