Laufräder

Einzeltest: Kassette von Marchisio

Kuehn am 10.03.2010

Der italienische Hersteller Marchisio ist unter Schraubern vor allem durch seine vielseitigen Kassetten bekannt. Diese bringen zum Beispiel Schaltungen und Laufräder der unterschiedlichen Systeme von Shimano und Campagnolo zusammen und lösen so vielfältige Kompatibilitätsprobleme. Mit den Marchisio-Laufrädern geht der Wechsel noch schneller und einfacher. Hier lässt sich ohne Werkzeug mit einem einzigen Handgriff der Rotor von der Nabe ziehen – und gegen einen anderen ersetzen.

Auch mit montierter Kassette funktioniert der Austausch in Sekundenschnelle. Damit lassen sich die Laufräder nicht nur an verschiedene Schaltsysteme anpassen, sondern auch die Übersetzung des Antriebs an das jeweilige Gelände – einfacher geht es nicht. Selbst Wartung und Reinigung der Hinterradnabe werden so erleichtert, da das Innenleben ohne Werkzeug zugänglich ist. Unser getestetes Modell “Tension” bietet mit seinen technischen Werten gute Allround-Eigenschaften und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die 26 Millimeter hohe Alu-Felge mit 20 Messerspeichen vorn und 24 hinten sieht modern aus, mit 1.777 Gramm erreichen sie das Niveau von Mavics “Ksyrium Elite”. Die Steifigkeit ist vorn (66 N/mm) wie hinten (44 N/mm) gut und auch für schwerere Fahrer unproblematisch.

Unser Testlaufradsatz ist Teil einer “Limited Edition”: Die ersten 30 Laufradsätze 2010 werden vom deutschen Importeur Clemenzo mit leichten Titanschnellspannern von PMP ausgeliefert.

PLUS: Rotorwechsel ohne Werkzeug; gutes Preis-Leistungs- Verhältnis

Bezug/Info: Clemenzo Cycling; Telefon 030/69515162; www.clemenzo.com

Preise: Laufradsatz 432 Euro, Austauschrotor 45 Euro

Foto: Daniel Kraus

Kuehn am 10.03.2010