Shimano Dura-Ace 9000 Shimano Dura-Ace 9000

Synchro Shift für Shimano Di2

Alles in einer Hand

Konstantin Rohé am 19.04.2017

Mit der Synchro-Shift-Funktion lassen sich Di2-Schaltwerke und -Umwerfer von Shimano mit nur einem Schalthebel bedienen. Ab sofort ist dieses Feature auch als Update für ältere Di2-Schaltgruppen verfügbar.

Synchro-Shift – die synchronisierte Bedienung von Schaltwerk und Umwerfer mit nur einem Schalthebel – stand bisher nur Rennradfahrern zur Verfügung, die Shimanos neue Highend-Gruppe Dura-Ace Di2 R9150 an ihrem Rad montiert haben. Durch ein Firmware-Update und die Montage des neuen Di2-Akkus BT-DN110 lassen sich jetzt auch die älteren Shimano-Gruppen Dura-Ace Di2 9000 und Ultegra Di2 6800 mit Synchro-Shift nachrüsten. Der neue Akku verfügt über einen Speicher-Chip, der die verschiedenen Schalt-Modi und Individualisierungsmöglichkeiten steuert, die mit Synchro-Shift möglich sind.

Mit Synchro-Shift muss der Fahrer nur noch entscheiden, ob er in einen leichteren oder schwereren Gang wechselt. Den Rest erledigt die Elektronik, die selbsttätig entscheidet, ob für die passende Anschlussübersetzung der Umwerfer oder das Schaltwerk aktiviert werden muss. Zudem erkennt der Umwerfer automatisch die Position des Schaltwerks und schaltet in den Gang mit der günstigsten Kettenlinie. Durch die so vereinfachten Schaltvorgänge wird der Fahrer entlastet. Die Bedienung mit Synchro-Shift erfordert nur noch einen Schalthebel, der andere wird obsolet. Allerdings kann der Fahrer jederzeit eingreifen und wie gewohnt manuell schalten, um das System gewissermaßen zu überlisten.

Shimano Dura-Ace 9000

Die Shimano Dura-Ace 9000

Für die Synchro-Shift-Funktion lassen sich zwei Modi einstellen. Im Modus "Full Synchro-Shift" reagiert der Umwerfer auf die Schaltvorgänge, die der Fahrer am Schaltwerk vornimmt. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass nur ein Schalthebel mit zwei Schaltern nötig ist, um Schaltwerk und Umwerfer zu schalten. Im Modus "Semi Synchro-Shift" reagiert das Schaltwerk selbsttätig auf Schaltvorgänge, die der Fahrer am vorderen Umwerfer vornimmt. Dabei nimmt das Schaltwerk automatisch die notwendigen Ausgleichschaltungen für geringe Trittfrequenzsprünge vor, sobald am Umwerfer hoch- oder heruntergeschaltet wird.

Konstantin Rohé am 19.04.2017
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