Shimano 105 Shimano 105

Shimanos neue 105 im Test

TOUR 10/2014: Shimanos neue 105

Paul Schuler am 22.09.2014

Im Oktober-Heft testet TOUR den ersten umfassenden Labor- und Praxistest der neuen Generation der 105-Schaltgruppe von Shimano gemacht. Die Details der neuen Komponenten in der Bilderstrecke

Vor gut 30 Jahren brachte Shimano die erste Generation der Schaltgruppe 105 auf den Markt. Damals hatte sie den Beinamen Golden Arrow – die dreistellige Zahl war lediglich die inoffizielle Seriennummer. Die Gruppe ­sollte eine preiswerte Alter­native für ­Hobby-Radsportler sein und die damals recht große Lücke zwischen den teuren Rennrad-Gruppen Dura-Ace und 600 (später Ultegra) und den günstigen Sportrad-Angeboten schließen. Das schicke Ensemble mit dem eingravierten goldenen Pfeil und Bogen traf genau den Nerv des Marktes: Die Golden Arrow funktionierte beinahe genauso gut wie die teureren Schwestern, sah auf den ersten Blick auch genauso hochwertig aus – und kostete dabei nur einen Bruchteil dessen, was die ­europäischen Traditionsfirmen zu der Zeit im Rennrad-Programm hatten.

Schnell entwickelte sich die 105 zum Verkaufsschlager und wurde ein Grundstein für die heutige Marktmacht des japanischen Teileproduzenten. Die damals markt­beherrschenden Anbieter aus Italien und Frankreich konnten dem kaum etwas entgegensetzen und nicht wenige mussten bald darauf die Segel streichen. Zeitgleich ­mauserte sich Shimano vom Hersteller von kopierten Teilen zum Trendsetter, der mit hoher Schlagzahl eine Innovation nach der ­anderen herausbrachte und das Rennrad nachhaltig veränderte: Kassettennaben, gerasterte Schaltungen, Aero-Bremshebel, Dual-Pivot-Bremsen oder integrierte Schaltbremshebel sind nur einige der vielen Neuerungen, die in den Folgejahren zum technischen Standard wurden.

Monopol in der Mittelklasse
Für das Modelljahr 2015 wird nun die sechste Generation des Bestsellers 105 aufgelegt. Die erste Seriennummer behielt man als Tribut an den Erfolg als Modellnamen bei, die interne Bezeichnung änderte sich über die Jahre und lautet inzwischen 5800. Nach wie vor steht sie an dritter Stelle in der Shimano-Hierarchie, hat aber heute noch drei preiswertere Gruppen unter sich und findet sich damit in der Mittelklasse wieder. Darin nimmt sie fast eine Monopolstellung ein, denn die Marktanteile der Konkurrenten Campagnolo und SRAM sind abseits des High-End-Marktes verschwindend gering. Die 105 hat über die Jahre ihren Ruf gefestigt, für etwa die Hälfte des Preises annähernd die Funktionen einer Profi-Gruppe zu bieten, wenn man Kompromisse bei Gewicht und Optik eingeht. Ob das auch für die jüngste Generation gilt, haben wir in diesem ausgiebigen Test überprüft ...

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von TOUR, die Sie bequem hier online bestellen können.

Fotostrecke: Shimanos neue 105

Paul Schuler am 22.09.2014