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Wiener dominierten Ring-Rennen

Kristian Bauer/2RadChaoten am 24.06.2013

Gelungene Premiere am Pannonia-Ring. Knapp 80 Teilnehmer folgten der Einladung der 2RadChaoten zum Langstrecken-Kriterium auf der Motorsport-Rennstrecke.

Drei Dinge in einem bot das neuartige Rennkonzept des Wiener Radsportvereins: ein dreistündiges Rundstreckenrennen mit Sprint- und Teamwertungen. Brütende Hitze lag über der 4,8 Kilometer langen und mit 18 Kurven gespickten Strecke, als um 17:45 der Startschuss zum Afterwork-Race mit 60er-Jahre-Flair fiel.

Die ausgewiesenen Favoriten aus österreichischer Sicht hatten anfangs schwer mit dem mehrfachen Ungarischen Meister im Einzelzeitfahren, Gábor Fejes, zu kämpfen. Nach einem Brachial-Antritt vom Start weg drehte der 24-Jährige mehrere Runden als Soloausreißer und sicherte sich auch souverän die erste Sprintwertung, ehe es Paul Robl (bike-horner.at) und Günther Baringer (Sport Nora) gelang, zu ihm aufzuschließen.

In der Folge baute das Führungstrio seinen Vorsprung auf fast zwei Minuten aus und brachte davon, trotz des im letzten Viertel in zwei Verfolgergruppen heranjagenden Feldes, auch die Hälfte ins Ziel. Während Gábor Fejes sich dabei jede einzelne Sprintwertung und damit auch früh den Sieg in dieser Disziplin sicherte, lachte am Ende Günther Baringer das Glück des Tüchtigen: Um nur wenige Zentimeter entschied der Wiener den finalen Sprint um den Gesamtsieg vor dem Zwettler Paul Robl und dem jungen Herausforderer aus dem Gastgeberland für sich.

Die Damen mussten früh dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und zeitweise solo ihre Runden drehen, bis sie sich wieder in nachkommende Gruppen einreihen konnten. Einzig der Wienerin Lisi Hager vom Veranstalter-Verein 2RadChaoten.com gelang es, ihre Position im Hauptfeld zu halten, was schließlich zu zwei Runden Vorsprung auf ihre Konkurrentinnen führte. Zweite wurde Isabell Höller (mountainbiker.at), Dritte Michaela Wolf (bike-horner.at).Die Teamwertung ging sowohl bei den Herren als auch in der Mixed-Kategorie an bike-horner.at.

Platzierungen und Endklassements waren beim Route 666 RingOstar powered by Bikecity jedoch nur ein Aspekt von vielen. Wie bei 2RadChaoten-Events üblich, setzten die Veranstalter mit einem speziellen Motto Akzente. Und so beherrschten von der Startnummernausgabe bis zum finalen Sprint in den Sonnenuntergang Pilzköpfe und John Lennon-Brillen die Szenerie. Seine anfänglichen Drohung, nur Beatles-Nummern zu spielen, machte Moderator Richard Wimmer schließlich aber doch nicht wahr."Das neuartige Rennkonzept von RingOstar war ein Wagnis, aber unsere Mischung aus Straßenkriterium, Stundenrennen und Team-Bewerb scheint gut angekommen zu sein. Nach dem durchwegs positiven Feedback der österreichischen und ungarischen Teilnehmer erwägen wir eine erneute Austragung 2014", so Martin Ganglberger, Leiter des Organisationsteams vom Verein 2RadChaoten.com.

Kristian Bauer/2RadChaoten am 24.06.2013