Doping Doping

Verrückter Dopingfall im Amateurradsport

Amerikaner positiv getestet auf sieben verbotene Substanzen

Konstantin Rohé am 05.09.2017

Nach seinem Sieg bei einem Kriterium im kalifornischen Dana Point wurde der Ex-Profi Kayle Leogrande positiv auf Doping getestet. Sieben verbotene Substanzen deckte die Urinprobe auf.

Leogrande gewann am 30.April ein US-Amateurrennen in Dana Point, Kalifornien. Der anschließende Dopingtest förderte sieben verschiedenen Substanzen der Anti-Dopingliste zu Tage: die Sulfon-Hormone Raloxifen und GW1516, die Anabolika RAD14, LGD4033, Ostarin und Andarin sowie das Peptid-Hormon Ibutamoren. Da LeoGrande Wiederholungstäter ist, verhängte die USADA ein Rennverbot von acht Jahren.

Der 40-jährige LeoGrande war in den Jahren 2005, 2007 und 2008 als Profi für die US-Teams Jelly Belly und Rock Racing unterwegs, fuhr aber kaum Rennen in Europa. 2006 wurde er US-Kriteriumsmeister der Amateure. Bereits 2008 musste er eine zweijährige Dopingsperre absitzen nachdem Teambetreuer seines damaligen Rennstalls Rock Racing vor der US-Antidopingagentur gegen ihn aussagten. LeoGrande klagte gegen die USADA, um eine Öffnung der B-Probe zu verhindern. Die Aussagen der Betreuerin Suzanne Sonye und des Rock Racing Teamchefs Frankie Andreau, einst Fahrer bei US Postal, führt jedoch zu einer Verurteilung Leograndes durch die USADA.

Seit 2005 betreibt der Amerikaner ein Tatoo-Studio in Kalifornien, das auch seine eigene Bekleidungskollektion vertreibt.

Konstantin Rohé am 05.09.2017
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