TOUR Transalp - die 6. Etappe TOUR Transalp - die 6. Etappe
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TOUR Transalp: Grande Finale in Arco

Kristian Bauer am 05.07.2014

Schlussspurt auf Etappe sieben der Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma: Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 28 Grad Celsius wurden die 1.300 Starter auf die 77 Kilometer kurze Strecke nach Arco geschickt. Drei Pässe und 2.074 Höhenmeter galt es noch bis zum finalen Ziel zu überwinden. Eine schnelle Etappe, die noch einmal spannende Kämpfe im Teilnehmerfeld versprach.

Darauf haben die Teilnehmer heute gewartet: Nach einer flachen Einrollphase entlang der Etsch, die einem Schaulaufen nahe kommt, ging es von Avio über einen anfänglich recht steilen Anstieg hinauf nach Brentonico auf der Rückseite des Monte Baldo. Im Anschluss folgte die Abfahrt nach Mori durch einen Umgehungstunnel in den letzten Anstieg Richtung Passo S. Barbara. Auf dem Weg dahin stellte sich noch der kleine, aber fiese Monte Faé in den Weg, der gerade kurz vor der Passhöhe noch einige harte Rampen für die Teilnehmer bereit hielt. Durch das Hinterland des Gardasees führte die Strecke an Gemüsefeldern vorbei bis Valle San Felice und auf den letzten 500 Höhenmetern der Transalp hinauf nach Santa Barbara. Auf einer rund 15 Kilometer langen Abfahrt über eine enge, verschlungene Straße ging es nach Bolognano, gut zwei Kilometer vom endgültigen Ziel in Arco entfernt. Dort warteten auf die Teilnehmer nicht nur das begehrte Finisher-Trikot, sondern auch eine große Abschlussparty.

Österreicher holen sich Gesamtsieg

Klaus Steinkeller und Michael Kastinger vom Team Corratec & Friends holen sich heute mit einer Zeit von 2:25,54 Stunden den dritten Etappensieg und gewinnen damit die Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma zum zweiten Mal hintereinander. Das österreichische Duo bewältigte die bewältige die 829,79 Kilometer, 19 Pässe und 19.267 Gesamt-Höhenmeter in einer Gesamtzeit von 26:05,17 Stunden.

"Gleich am Anfang hatte Emanuel Nösig richtig was angezettelt, ich bin immer hinterher gefahren. Ich wusste nicht, dass er eigentlich nur 10 Minuten Intervall fahren wollte. Und so bin ich halt die Etappe den ganzen Tag allein gefahren", so Steinkeller. Erst am letzten Berg attackierte sein Teampartner Michael Kastinger, der die ganze Zeit hinten bei den Verfolgern mitfuhr, und schloss zur Spitze auf. Platz zwei geht in der Gesamtwertung an die heutigen drittplatzierten, Team Flachau Rad Mallorca NOM Training mit Hans-Peter Obwaller und Mathias Nothegger. Ihre Zeit: 26:15,37 Stunden. Der dritte Platz in der Gesamtwertung geht nach Belgien an das Team ax lightness.be mit Bart Bury und Bart Vrolijkx. Nach der heutigen Etappe beenden sie die Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma in 26:21,42 Stunden.

Italienerinnen fahren Sieg nach Hause

Marcellina Dossi und Cinzia Bertoldi (Team l´arcobaleno) fahren heute das Rennen ihres Lebens gegen ihre Verfolgerinnen und gewinnen die siebte Etappe der Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma knapp mit einer Zeit von 3:08,42 Stunden. Damit holen sie sich in der Gesamtführung einen Vorsprung von 3,51 Minuten auf die deutschen Konkurrentinnen. "Wir sind die gesamte Tour Transalp immer mit dem Herzen gefahren und nicht mit dem Kopf – und wir hatten immer Spaß", so die glückliche Gewinnerin Cinzia Bertoldi. Martina Stoiber und Andrea Scharrer vom Team Schneeweißchen und Rosenrot gewinnen die Tour Transalp in insgesamt 34:05,59 Stunden und belegen damit den zweiten Platz. Die Berlin Roadgirls II mit Julia Schütze und Isabelle Noé folgen auf Platz drei in der Etappen- und Gesamtwertung.

Sieben Etappen-Sieg für deutsch-österreichisches Mixed-Duo

Lisa Pleyer und Jörg Ludewig vom Team Cancer Rehab St. Veith / Lightweight fahren auch heute einen souveränen Sieg ein und gewinnen die siebte Etappe in Folge in 2:34,13 Stunden. Somit geht auch der Gesamtsieg an die Spitzenfahrerin Pleyer und den Ex-Profi Ludewig. "Mit Jörg zu fahren war für mich echt super. Er hat mich zwar richtig gefordert, aber er wusste auch wo die Grenze ist. Wir haben vorher niemals zusammen trainiert, trotzdem konnte er immer gut abschätzen, wie hart er eintreten muss, damit ich noch mitkomme", so Pleyer. "Insgesamt musste ich mich aber noch nie bei einer Transalp so anstrengen wie in diesem Jahr." Platz zwei geht in der Gesamtwertung an die Vorjahressieger Daniela Pintarelli und Andreas Traxl vom Team St. Anton am Arlberg / Ridley-Bikes. Sie fahren in 28:51,41 Stunden auf das Podest. Den dritten Platz in der Gesamtwertung holt sich das Team Razor Racers mit Jochen Betz und Riikka Pynnönen. Sie benötigen für die sieben Etappen vom deutschen Startort Mittenwald bis ins italienische Arco insgesamt 30:03,31 Stunden.

Deutsche Masters gewinnen Titel
Stefan Oettl und Wolfgang Hofmann vom Team Corratec holen sich heute den Gesamtsieg in der Kategorie Masters. In 27:03,57 Stunden bewältigten sie die 823,79 Kilometer und 19.267 Höhenmeter. "Es war wieder erwarten heute noch einmal eine richtig harte Etappe. Gerade die Steigungen im zweiten Anstieg mit 18 Prozent haben noch einmal den letzten Zahn gezogen", so Wolfgang. "Es war recht warm, aber es hat einfach alles super funktioniert. Wir haben heute nichts riskiert und auch einfach einmal die Landschaft genossen", ergänzt sein Teampartner Stefan Oettl. Den zweiten Platz in der Gesamtwertung holen Harald Sandner und Tobias Staiger vom Team Rad International mit einer Zeit von 28:46,00 Stunden. Das Team Sprintax 1 mit Werner Grundkötter und Kai-Uwe Gerstenberger aus Nordrhein Westfalen kommt mit einer Gesamtzeit von 28:49,41 Stunden auf Platz drei.

Schweizer Grand Masters top

Sportlich nahmen es heute die beiden Schweizer vom Team Hintermann Racing: Sie fuhren auf der heutigen Etappe mit einer Zeit von 2:49.34 Stunden auf Platz zwei, knapp eine Sekunde hinter den beiden Kanadiern Todd Moore und Eric Simpson (Team Truly Canadian). "Der erste Anstieg war hart für uns. Die Kanadier hatten attackiert und wir mussten einfach dran bleiben. Wir haben´s dann geschafft, wollten die Kanadier aber heute gewinnen lassen", so Christoph Stähli. In der Gesamtwertung liegen die Schweizer Stähli und Ralph Sigg rund fünf Minuten vor den Kanadiern und holen sich mit einer Zeit von 30:20,50 Stunden den Gesamtsieg in der Kategorie Grand Masters. Platz drei geht an das italienische Team Sport tenne mit Oswald Kerschbaumer und Frowin Stecher, die in einer Zeit von 30:31,33 Stunden auf das Podest fahren.

Fazit und Ausblick auf das kommende Jahr

Mit der heutigen Etappe von Rovereto nach Arco geht die zwölfte Ausgabe der Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma zu Ende und verabschiedet sich in das nächste Jahr. Marc Schneider, Race Director der Schwalbe TOUR Transalp powered by Sigma, zieht insgesamt ein positives Fazit: "Nach sieben Tagen muss man sagen, es war eine perfekte Tour Transalp, weil alles dabei war, was dazu gehört. Wenn man nämlich im Nachhinein von seinen Erlebnissen berichtet, dann erzählt man einfach, dass man bei zwei Grad Celsius über das Timmelsjoch gefahren ist oder es geschafft hat, 70 Kilometer im Regen zu fahren und eine Etappe trotzdem zu beenden. So gesehen, war das Wetter in diesem Jahr sicherlich nicht das, was wir uns gewünscht haben. Aber es hat den Legendenstatus der Tour Transalp unterstützt."
Vom 28.06.15 bis zum 04.07.15 fällt dann der Startschuss für die dreizehnte Auflage von Europas spektakulären Rennrad-Etappenrennen für Jedermann. Die Anmeldung startet bereits Anfang Dezember 2014 auf www.tour-transalp.de

Kristian Bauer am 05.07.2014
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