Tempoeinteilung
Am Anfang jedes Rennens hat man Kraft ohne Ende. Naja, fast jedenfalls. Aber ist es sinnvoll, diese Kraft gleich einzusetzen? Oder sollte man sich erst zurückhalten und später richtig aufdrehen? Und was ist, wenn es auf und ab geht, wenn der Wind mal von vorne und mal von hinten weht? Wo setzt man seine Kraft also am wirkungsvollsten ein?
Pacing ist der englische Begriff für die richtige Einteilung des Tempos – und in jeder Radsportdisziplin eine, wenn nicht die entscheidende Fertigkeit. Man sieht’s besonders im Zeitfahren, wenn kein Gegner das eigene Kalkül durchkreuzt und kein Windschatten das Ergebnis verfälscht. „Zeitfahren“ schließt in diesem Zusammenhang Bergmarathons oder Etappenrennen wie die TOUR-Transalp ein, die für den weitaus größten Teil der Sportler eine Abfolge vieler (Berg-)Zeitfahren sind und damit wie geschaffen, um sich über die richtige Tempoeinteilung Gedanken zu machen. Eine mögliche Bestzeit ist dafür ein Antrieb, ein anderer die Gewissheit, exakt am Zielstrich alle verfügbaren Kräfte eingesetzt zu haben – nicht davor oder dahinter.
Die Physik der Leistung
Neben den physiologischen Grenzen und dem eigenen Willen, diese zu verschieben, gibt es noch die Fahrphysik. Eine zentrale Rolle spielt der Luftwiderstand, der mit zunehmendem Tempo überproportional steigt (doppeltes Tempo erfordert achtfache Leistung) – ganz im Gegensatz zum Bergwiderstand, der linear mit dem Tempo zunimmt. Dies hat Konsequenzen für den Energieumsatz.
Pacing im Zeitfahren – ein Vergleich:
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Pacing – Tempoeinteilung
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