Pollenalarm - Heuschnupfen Pollenalarm - Heuschnupfen

Radfahren mit Heuschnupfen – gut oder schlecht?

Pollenalarm: So können Sie trotzdem Rennrad fahren

Stefanie Weinberger am 30.06.2017

Heuschnupfen und trotzdem im Frühjahr aufs Rennrad steigen? Auch als Pollenallergiker können Sie an den ersten warmen ­Tagen des Jahres startklar sein. Wir geben Tipps.

ASTHMA

Bereits der griechische Arzt Hippokrates verwendete den Begriff ­Asthma für Atemnot oder schweres Atmen (wörtlich Beklemmung). ­Asthma bronchiale ist eine Erkrankung der Atemwege, bei der die Schleimhäute der Atemwegswände, besonders die Bronchien, chronisch entzündet und dadurch besonders empfindlich und hyperreagibel sind. Bei bestimmten Reizen können sie sich verengen, verkrampfen oder verschleimen. 

Typische Anzeichen
• pfeifende Atmung
• Kurzatmigkeit
• Luftnot
• Engegefühl in der Brust
• Husten

Die Symptome treten typischerweise anfallsartig auf und bilden sich zwischendurch wieder zurück. Besonders oft sind Anfälle nachts und am frühen Morgen. Wichtig ist eine ausreichende Behandlung, sonst verschlechtert sich die Lungenfunktion nach und nach.

Pollenalarm - Heuschnupfen

Gegen den Anfall: Viele Asthmatiker nutzen Aerosole

Verschiedene Formen

Allergisch  häufigste Form bei Kindern und Jugendlichen, meist aus­­gelöst durch Pollen, Haus­staub­milben, Tierhaare und -schuppen, Bettfedern oder Schimmelpilzsporen.
Anstrengungsbedingt (Belastungs­asthma)  tritt während und wenige Minuten nach einer körperlichen ­Belastung auf. 
Infektbedingt  im Anschluss an eine Infektion der oberen Atemwege.
Analgetikabedingt  nach Einnahme bestimmter Medikamente, hauptsächlich Acetylsalicylsäure ("Aspirin") und anderer nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR).
Berufsbedingt  durch allergisierende Substanzen am Arbeitsplatz, zum Beispiel Mehlstaub.

Oft treten die Asthmaformen als ­Mischform auf. Je mehr Reizfaktoren zusammenkommen, desto wahrscheinlicher ein neuer Anfall. Zur Diagnose erfolgt eine allgemeine körperliche Untersuchung sowie ein Lungenfunktionstest, gegebenenfalls Allergietests.

Die Behandlung besteht unter anderem aus einer medikamentösen ­Therapie mit dem Ziel, die chronische Entzündung (meist mit Glukokortiko­i­den, auch als Kortison bezeichnet) und die Verengung der Atemwege (mithilfe von Beta-2-Sympatho­mimetika) in Form von Sprays ­(Dosier-Aerosole) zu beheben.

Unterstützende Maßnahmen sind Patientenschulungen, körperliches Training, Gewichtsabnahme, Rauchentwöhnung, Atemphysiotherapie und Atemtechniken. Radsport ist auf jeden Fall möglich und empfehlenswert, doch sollte man die Belastung immer langsam steigern und sich nicht überfordern.


Seite 1 / 4
Stefanie Weinberger am 30.06.2017
Kommentare zum Artikel