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Training

Kaufberatung Powermeter

Robert Kühnen am 22.09.2011

Drahtlose Sensoren für Tretleistung, Herzfrequenz und die klassischen Fahrdaten verwandeln das Rennrad in ein mobiles Trainingslabor. Der Funkstandard „ANT+“ macht’s außerdem möglich, dass viele verschiedene Geräte miteinander kombinierbar sind. Unsere Kaufberatung zeigt, worauf Sie bei der Wahl der Sensoren und Computer achten sollten.

Es ist noch nicht lange her, da musste man ein Sammelsurium technischer Geräte an den Lenker schrauben, um all die Informationen anzuzeigen und aufzuzeichnen, die uns aktuelle Sportelektronik zugänglich macht: Pulsuhr, Fahrradcomputer, Höhenmesser, Leistungsmesser und GPS – als Girlande am Lenker ein wunderbarer Anlass für den Spott der Kameraden. Heute verschmelzen die diversen Gerätegattungen zu diskreten Supercomputern am Lenker, ähnlich dem Smartphone, mit dem wir durchs normale Leben navigieren.

Das vernetzte Rad könnte so aussehen: Von der Gabel funkt ein Sensor die klassischen Fahrdaten; an der Kettenstrebe zählt ein weiterer kleiner Sensor die Pedalumdrehungen, in der Kurbel (oder Hinterradnabe) misst ein Kraftsensor die Tretleistung, und der Brustgurt des Fahrers erfasst die Herzfrequenz. All diese Sensoren funken ihre Daten an einen einzigen Lenkercomputer, der alle Werte anzeigt. Besitzt der dann noch ein GPS-Modul, ist die Faktensammlung vollständig.

Einen Überblick über die derzeit erhältlichen Computer, Sensoren und Softwareprogramme fürs Rennrad mit Produktbewertung finden Sie im PDF-Download:

ANT+ Powermeter:
• SRM-Powermeter
• SRAM/QuarQ Powermeter S975
• Power2Max
• Powertap

ANT+ Computer mit Leistungsanzeige:
• SRM OC VII
• Cycleops Joule 2.0
• O-Synce Macro High X
• Garmin Edge 800
• Garmin Edge 500

Software: SRM-Trainingssystem, Powertap Poweragent, Golden Cheetah

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Die verschiedenen Komponenten am Rad bilden ein drahtloses Netzwerk, das auf dem gemeinsamen Funkstandard ANT+ beruht. Die einzelnen Komponenten müssen dazu einmal am Radcomputer (4) angemeldet („gepaart“) werden. Sind die Sensoren einmal hinterlegt, nehmen sie später automatisch die Verbindung auf, sobald das Rad bewegt wird.
Der Powersensor (1) überträgt seine Daten drahtlos an den Radcomputer (4). Gefunkt wird paketweise im 2,4-Gigahertz-Band, digital und mit eindeutiger Adressierung. Der Computer empfängt jeweils nur die ihm zugewiesenen Sensoren. Der Stromverbrauch wird dadurch minimiert, dass die Funkverbindung immer nur für Millisekunden aufgebaut wird. So erzielen die Sensoren einige Hundert Stunden Betriebszeit mit Knopfzellen.
Weitere Sensoren wie Herzfrequenzgurt (3) oder Geschwindigkeitssensor (2) senden ihre Daten ebenfalls an den Lenkercomputer. Nach Fahrtende können die Daten vom Computer (4) auf einen PC überspielt werden. Für den Download liefert jeder Computerhersteller eigene Software mit. Zur genaueren Analyse der Leistungsdaten gibt es darauf spezialisierte Software.

Robert Kühnen am 22.09.2011