Freeletics Trainings-App Freeletics Trainings-App

Fitness-App von Freeletics im Praxistest

Freeletics App: digitaler Trainer für Rennradler

TOUR Magazin am 03.06.2016

Viele finden Gymnastic langweilig, aber Oberkörper-Training ist wichtig. Die Trainings-App bringt Schwung ins Trockentraining.

Viele Rennradler haben ein chronisch schlechtes Gewissen: Klar, wäre es wichtig, Rücken und Oberkörper zu stärken und öfter zu dehnen – aber Gymnastik ist langweilig, Fitness-Studios sind teuer, und überhaupt macht Radfahren am meisten Spaß. Ein Hilfsmittel, um den inneren Schweinehund zu überwinden, ist Freeletics. Die in der Basis-Version kostenlose Fitness-App für Smartphones wird weltweit von mehr als vier Millionen Menschen benutzt.

lles, was man braucht, sind das eigene Körpergewicht und drei Qua­drat­meter Platz. Das Programm setzt auf knallharte Trainings­ein­heiten und ständige Moti­vation. Zur Einstufung macht jeder Nutzer einen Fitness-Test, danach folgt ein erstes Workout. Kann man sich in weniger als zehn Minuten richtig veraus­gaben? Man kann! Freeletics setzt auf funktionelles Training in hochintensiven Intervallen. Welche Körperpartien gefordert und ­gefördert werden, kann man über die Auswahl des Programms steuern. Ein schweißgebadeter Körper ist nach wenigen Minuten garantiert – ebenso wie die Ausbelastung der Muskeln.

Für die rennradfreien Tage bietet sich das als Ausgleichstraining an – besonders in den Herbst- und Wintermonaten. Zu den Stärken von Freeletics gehört die soziale Komponente. Man kann sich mit anderen Freeletics-Nutzern messen, Punkte sammeln, und es gibt in ganz Deutschland ­Facebook-Gruppen der "Freien Athleten", die sich in Stadtparks und auf Sportplätzen zum gemeinsamen Sport treffen.

Die Übungen werden in kleinen ­Filmen erklärt – wer kein WLAN in der Nähe hat, verbraucht dabei natürlich viel Datenvolumen. Am besten schaut man sich die Übungen in Ruhe auf der Homepage an. Dass die Übungen sehr schnell und bis zur Leistungsgrenze ausgeführt werden, birgt ein Risiko: Man wird zur un­sauberen Ausführung verführt. Wer sich ohne Vorerfahrung und muskuläre Voraussetzung in die Workouts stürzt, riskiert Fehl­belastungen. Ein Training unter Beobachtung eines Fitnesstrainers oder erfahrenen Free­letics-Athleten ist ratsam. Unterm Strich ist die App eine tolle Moti­vations­hilfe, um das chronisch schlechte Gewissen durch sinnvolle Übungen rauszuschwitzen.

PLUS Motivationshilfe, sinnvolle Übungen
MINUS Gefahr von Fehlbelastungen

TOUR Magazin am 03.06.2016
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