BDR stellt erste Olympia-Teilnehmer vor
Zu den aussichtsreichen Kandidaten zählt laut BDR-Einschätzung der Cottbuser Roger Kluge, 2008 in Peking Zweiter im Punktefahren. Der 25-Jährige wird in der britischen Hauptstadt im Omnium (Bahn-Mehrkampf) an den Start gehen, das erstmals zum Olympischen Programm zählt. Schon beim Weltcup in Astana (Kasachstan) und bei den Europameisterschaften im polnischen Pruszkow stand Kluge als Erster auf dem Siegertreppchen.
Für BDR-Bundestrainer Sven Meyer gehört Kluge zu den Gold-Favoriten und auch BDR-Präsident Rudolf Scharping ist sehr zuversichtlich: „Wir sind mit unserer Mannschaft in 14 von 18 Radsportdisziplinen bereits qualifiziert – über die vier anderen werden wir im April in Melbourne Klarheit bekommen“, sagte Scharping und ergänzte: „Wir haben eine Zielvereinbarung mit dem DOSB getroffen, die von fünf Medaillen in London ausgeht.“
In den Sprintdisziplinen hat Bundestrainer Detlef Uibel ein Luxusproblem: Fünf Spitzenfahrer, die alle eine Medaille holen können, stehen für drei bis vier Startplätze bereit. Neben dem Weltmeistertrio René Enders (24, Erfurt), Maximilian Levy (24, Berlin) und Stefan Nimke (33, Schwerin) haben auch Robert Förstemann (25, Greiz) und Newcomer Stefan Bötticher (20, Chemnitz) gute Chancen auf einen olympischen Startplatz.
Zwischen dem 16. und 19. Februar haben die BDR-Athleten die Möglichkeit, das Olympische Velodrom näher kennen zu lernen. Beim Weltcup in der britischen Hauptstadt können sie Belag und Kurvenverhalten der neuen Piste testen. Darauf freuen sich auch die beiden Sprinterfrauen Miriam Welte (Kaiserslautern) und Kristina Vogel (Erfurt), die ebenso von olympischen Medaillen träumen wie die Mountainbiker Manuel Fumic und Moritz Milatz, die den BDR vermutlich in London vertreten werden. Beide standen schon in Peking am Start, belegten damals die Plätze elf und 16. Das Olympische Rennen von Athen (2004) konnte Fumic sogar als Achter beenden.






